Brigitte Stutz

Literaturclub

Alle drei Monate laden wir zum Literaturclub in der Pfarrschüür ein. Immer am Ende eines Abends beschliessen die Anwesenden, welches Buch an der nächsten Veranstaltung zur Sprache kommt. Die Abende sind offen für alle Interessierten, ob sie nun regelmässig kommen oder nur ab und zu.
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Nächster Termin
Donnerstag, 16. November 2017, 19.30 Uhr
Aktuelles Buch
Wir diskutieren über das folgende Buch:
Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte
(Verlag: Klett Sprachen GmbH, ISBN 978-3-12-666704-3)
Adresse
Pfarrschüür, Chileweg 1a, 8917 Oberlunkhofen
Parkplätze vor dem Haus
Kontakt
Felix Maurer
056 634 42 05
felix.maurer23@bluewin.ch
Zusammenfassung
Ist es Zufall oder eine Entscheidung? Auf einer Parkbank begegnen sich zwei Menschen. Der eine alt, der andere jung, zwei aus dem Rahmen Gefallene. Nach und nach erzählen sie einander ihr Leben und setzen behutsam wieder einen Fuss auf die Erde.
Nur wenige sorgfältig gewählte Worte benötigt Milena Michiko Flašar, um ihre Figuren zum Leben zu erwecken, nur wenige Szenen, um ganze Schicksale zu erzählen. Ein junger Mann verlässt sein Zimmer, in dem er offenbar lange Zeit eingeschlossen war, tastet sich durch eine fremde Welt. Eine Bank im Park wird ihm Zuflucht und Behausung, dort öffnet er die Augen, beginnt zu sprechen und teilt mit einem wildfremden Menschen seine Erinnerungen. Der andere ist viele Jahre älter, ein im Büro angestellter Salaryman wie Tausende. Er erzählt seinerseits, über Tage und Wochen hinweg, Szenen eines Lebens voller Furcht und Ohnmacht, Hoffnung und Glück. Beide sind Aussenseiter, die dem Leistungsdruck nicht standhalten, die allein in der Verweigerung aktiv werden.
Aus der Erfahrung, dass Zuneigung in Nahrung verpackt, Trauer im Lachen verborgen werden kann und Freundschaften möglich sind, stärken sie sich für einen endgültigen Abschied und einen Anfang. Milena Michiko Flašar macht eine Parkbank zur Bühne, zu einem huis clos unter freiem Himmel (huis clos kann als “geschlossene Gesellschaft“ übersetzt werden und ist der Titel eines Dramas des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre). Die Bank befindet sich in Japan und könnte doch ebenso gut anderswo in der westlichen Welt stehen. Dieser Roman stellt der Angst vor allem, was aus der Norm fällt, die Möglichkeit von Nähe entgegen - sowie die anarchische Kraft der Verweigerung. (Quellenhinweis: Wikipedia, Buchrezension von Ex Libris.)
Bereitgestellt: 14.08.2017     Besuche: 26 Monat 
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